Schulgeschichte


Mit der Bildung zweier Spezialklassen zu Beginn des Schuljahres 1985/86 an der damaligen "Erweiterten Humboldt-Oberschule" wurde der Grundstein für das Wilhelm-Ostwald-Gymnasium gelegt.

1986/87 wurden für die 13 in der damaligen DDR bestehenden Spezialschulen veränderte Lehrpläne und Stundentafeln eingeführt, und das Gymnasium wurde in eine "Spezialschule mathematisch-naturwissenschaftlich-technischer Richtung" umbenannt.

Unsere Schule vor...


Bereits seit der Gründung konzentrierte sich die Wilhelm-Ostwald-Schule unter anderem auf die Vorbereitung auf Wettbewerbe im Bereich der Mathematik oder Physik. Um den hochqualifizierten Unterricht zu gewährleisten, wurden Partnerschaftsbeziehungen zu großen Instituten - z.B. der Karl-Marx-Universität - abgeschlossen und neue Lehrmittel bereitgestellt (so wurde auch ein neues Informatikabinett eingerichtet).

Da schon nach dem ersten Schuljahr Erfolge in vielen Wettbewerben der Bereiche Mathematik, Physik und Chemie erreicht wurden, nahm die Schule - nach der Berufung eines Direktors und seines Stellvertreters etwas selbstständiger - im Schuljahr 1986/87 erneut 35 ausgesuchte Schüler auf. Da man immer noch der EOS Humboldt unterstellt war, es inzwischen jedoch schon eine stärkere Abgrenzung in den Lehrplänen der naturwissenschaftlichen Fächer gab, suchte die junge Spezialschule nach einem neuen, eigenen Schulhaus.
Dieses wurde bald gefunden: In Leipzig-Lößnig entdeckte man ein Gebäude, welches noch von einem Kinderheim bewohnt wurde und früher eine Oberschule war. Nachdem das Kinderheim ausgezogen war, konnte das Gebäude zu Beginn des Schuljahres 1987/88 an die Spezialschule übergeben werden. Zu Beginn der Zeit in Lößnig nahm die Schule 3 neue Klassen mit insgesamt 55 Schülern auf und besaß so insgesamt sieben Klassen in drei Jahrgängen. Wurden zuerst dementsprechend nur sieben Klassenräume genutzt, begann man schnell mit dem Ausbau von Laboren und Fachkabinetten.
Da die Schule bald einen guten Ruf gewann, gelang es schnell Beziehungen zu anderen Spezialschulen (etwa in Kiew) zu knüpfen und auch einen Lehrer- und Schüleraustausch mit der ukrainischen Stadt im Sommer 1988 durchzuführen. Dabei wurden viele Erfahrungen gesammelt und auch eine feste Verbindung zwischen der ukrainischen und der damaligen DDR-Schule geschaffen.
In den Schuljahren ab 1988, das Gebäude war inzwischen komplett fertig gestellt und die Schule besaß ein modernes Informatikkabinett, nahm die Spezialschule drei Klassen mit je 18 Schülern auf und wiederholte ihre Erfolge in den naturwissenschaftlichen und technischen Fächern.

... zu Beginn...


Nach der Wiedervereinigung Deutschlands musste sich die Spezialschule einigen Veränderungen beugen: Wie in anderen Gymnasien bestand die Sekundarstufe II (Klassenstufen 11 und 12) nun aus Grund- und Leistungskursen, wobei es an der Wilhelm-Ostwald-Schule die Möglichkeit gab, drei Leistungskurse anzuwählen um eine erweiterte Ausbildung zu erhalten.
Trotz all dieser Reformen gelang es der Direktorin der Schule, Frau Dr. Heink, durchzusetzen, dass die Klassenstärke geringer als in "normalen" Gymnasien blieb (höchstens 24 Schüler pro Klasse) und dass die Lehrerschaft nur in geringem Maße verkleinert wurde. Außerdem konnte man, auch dank engagierter Lehrer und fortwährender Erfolge in internationalen Wettbewerben, eine Reihe von Sponsoren (z. B. für ein neues Informatikkabinett) gewinnen und das Oberschulamt dazu bewegen, die Schule weiterhin zu fördern. Außerdem wurde eine Schulbibliothek eingerichtet.

Auch nach 1989 nehmen die Schüler erfolgreich an wissenschaftlichen Wettbewerben teil, allerdings erhielt die Schule ab diesem Jahr offiziell den Namen „Wilhelm-Ostwald-Schule, Gymnasium der Stadt Leipzig“. Die Verleihung geschah unter dem Dabeisein von Gretel Brauer, der Wilhelm-Ostwald-Enkelin, die zugleich die Büste dessen enthüllte, die heute im Foyer des Gymnasiums ihren Platz
findet. Das Sächsische Ministerium für Kultus bestätigte 1994 zum Freude der ganzen Schule das mathematisch-naturwissenschaftliche Profil. Das Jahr 2001 war der nächste Meilenstein für unsere Schule, denn unser Chapter – das größte und aktivste in ganz Europa – wurde gegründet.

Einige Errungenschaften in Sachen Wettbewerbserfolgen oder Auszeichnungen sind zum Beispiel:
  • 2000: Jugendjournalisten-Preis für die Schülerzeitschrift „Kopfsalat”
  • 2001 : 3. Preis Siemens Award für MINT-EC-Schulen
  • 2002: 4. Preis Siemens Award für MINT-EC-Schulen2007: 1. Preis „Schule des Jahres“ im Bereich „Individuelle Förderung“ des Unicum-Verlages.




... und während der Sanierung.


Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern kann man seit 2008/2009 aufgrund einer Entscheidung des Bildungsministeriums in Sachsen keinen Leistungskurs in Biologie mehr anwählen. Das WOG jedoch konnte an eine der wenigen Ausnahmeregelungen teilnehmen und kann Biologie nun weiterhin mit fünf Wochenstunden unterrichten.
Des Weiteren unterzoh sich das Gymnasium seit dem 19. Juni 2007 einer grundlegenden Sanierung der beiden Schulgebäude sowie der Turnhalle in der Willi-Bredel-Straße. Daraufhin hatte die Schulleitung entschieden die achten, neunten und zehnten Klassen auf die Ersatzschule in Schönefeld zu schicken, da diese leer stand und eine passende Ausweichmethode darstelle. Bis die Sanierungen abgeschlossen waren, wurden die Klassen in Schönefeld und Lößnig von denselben Lehrern unterrichtet, was für diese sowohl als auch für die Abiturienten wegen dem Renovierungslärm eine enorme Strapaze darstellt. Trotz alledem nahmen diese äußeren Faktoren keinen Einfluss auf die Leistungen der Schüler.
Nach den Herbstferien 2011 wurden schließlich alle Klassen wieder in Lößnig vereint. Mit den erneuerten Gebäuden und Einrichtungen, einer komplett neuen Aula sowie Dr. Jost als neuen Schulleiter (welcher ebenfalls TSA-Advisor ist), ist die Schule zuversichtlich, einer hellen Zukunft entgegenzublicken. Diese soll durch persönliches Engagement und gute Leistungen geprägt sein, unser Chapter gibt dabei sein bestes, diese Vision zu unterstützen.


Unser Haus 2 vor und nach der Sanierung.

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